Der bayerische Landtag mietet zur Unterbringung seiner eigenen Verwaltung ab 2027 unweit des Maximilianeums im Stadtteil Lehel einen rund 12.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex. Der am Dienstag bereits unterzeichnete Mietvertrag sieht eine Dauer von 25 Jahren mit der Versicherungskammer Bayern und Mietkosten von 209 Millionen Euro vor. «Die langfristige Anmietung dieser fußläufigen Immobilie ist für uns wie ein Befreiungsschlag», sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). In der Vergangenheit hatte der Landtag aus akutem Platzmangel immer wieder Gebäude anmieten müssen.
Landtagsverwaltung soll im denkmalgeschützten Gebäudeensemble einziehen
In dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble mit dem Namen «Lehels», zu dem auch das Geburtshaus der Versicherungskammer gehört, wird künftig das Landtagsamt einziehen, zudem sollen etwa 50 neue Büros für Abgeordnete entstehen. Die Verwaltung des Landtagsamtes wird sich dann praktisch – bis auf wenige Räume – komplett aus dem Maximilianeum zurückziehen. Die dann frei werdenden Räume sollen bessere Arbeitsbedingungen für die Parlamentarier ermöglichen. Konkret sollen unter anderem Büros, Sitzungssäle und Besprechungszimmer entstehen. Die Platznot im Maximilianeum ist seit langem ein Ärgernis und stört bisweilen auch die parlamentarischen Abläufe.
«Selbst wenn nach der nächsten Wahl zum Beispiel wieder mehr Fraktionen in den Landtag einziehen sollten, könnten wir flexibel reagieren», sagte Aigner. Vor allem würden aber die Arbeitsbedingungen für alle - Abgeordnete, Fraktionen und Mitarbeitende - verbessert.