Nach der amtlichen Feststellung von Mängeln bei der Tierhaltung auf dem Hof des bayerischen Bauernpräsidenten hat sich der Agrarfunktionär nun selbst zu Wort gemeldet. Alle beanstandeten Mängel seien umgehend nach der unangemeldeten Kontrolle des Veterinäramtes behoben worden, sagte Günther Felßner in einer Videobotschaft, die der bayerische Bauernverband veröffentlichte.
Felßner sieht in der Anzeige, die nach Angaben des Veterinäramtes von der Tierrechtsorganisation Peta ausgegangen war, ein koordiniertes Vorgehen. «Ja, zurzeit läuft eine unsägliche Kampagne gegen mich», sagte Felßner. «Ich persönlich wurde und werde diffamiert, ich musste Angriffe auf mich und auf meine Familie erleben und es gab Stalleinbrüche», sagte der Bauernpräsident. Er wolle Transparenz herstellen und veröffentlichte Bilder von seinen Tieren.
Das CSU-Mitglied Felßner war von seiner Partei für das Amt des Bundesagrarministers in einer schwarz-roten Regierung vorgesehen. Nach einem Protest von Tierschutz-Aktivisten auf seinem Hof legte er seine Ambitionen auf das Amt nieder. Die CSU reklamiere jedoch auch nach dem Rückzug Felßners das Amt für sich, hatte Parteichef Markus Söder gesagt.