Gemessen am Erfolg bei der Kommunalwahl war der Applaus für Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger eher überschaubar. Nur zögerlich stehen seine Zuhörer auf dem Parteitag im oberbayerischen Bad Aibling auf und applaudieren ihm rund eine Minute für seine Grundsatzrede. Ein Grund dafür ist nicht zu erkennen, möglicherweise waren viele überrascht, dass die Rede nur etwas mehr als eine halbe Stunde gedauert hat.
Aiwanger betont bürgerliche Mitte als Selbstverständnis
Aiwanger dürfte das egal sein. Für ihn ist wichtiger, dass die Freien Wähler in Bayern mit der Wahl ihr Stimmungstief seit der Bundestagswahl 2025 hinter sich gelassen haben. «Mit diesem Selbstverständnis werden wir unsere starke Stellung auch bei der nächsten Landtagswahl in Bayern verteidigen, mit dem Ziel, dass Bayern weiterhin aus der bürgerlichen Mitte heraus regiert wird, dass wir auf Landesebene keine rot-grüne Regierungsbeteiligung benötigen wie in allen anderen Bundesländern», ruft Aiwanger am Ende der Rede. Bayerns Wähler wüssten, was sie an den Freien Wählern hätten.