Die P-Frage begleitet Ilse Aigner bis nach Bosnien-Herzegowina. Sogar bis hierher nach Srebrenica, wo eine Gedenkstätte und ein Museum an den Völkermord an mehr als 8.000 Menschen im Juli 1995 erinnern. Und wo der Verein Mütter von Srebrenica die Erinnerung wachhält, angeführt von Munira Subasic. Mit ihr spricht Aigner am zweiten Tag ihrer Bosnien-Reise über das Grauen von damals und über die nötigen Lehren für die Zukunft.
Und dann bringt Subasic die CSU-Politikerin etwas in Verlegenheit. Gleich zweimal spricht die bald 80-Jährige aus, worüber in Deutschland seit einiger Zeit immer eifriger spekuliert wird: ob Aigner - neben anderen Kandidatinnen - die erste deutsche Bundespräsidentin werden könnte. Subasic sagt sogar, dass sie sich das wünschen würde, dafür bete, sie umarmt den Gast aus Bayern. Aigner bleibt so zurückhaltend-diplomatisch wie irgend möglich, um nicht abweisend zu wirken, sagt nur, dass sie dazu noch nichts sagen könne. Noch nicht?