Mit Dialekt werden nach wie vor oft negative Klischees in Verbindung gebracht. «Das muss sich ändern und dafür ist eine Fülle unterschiedlicher Maßnahmen notwendig», ist der Vorsitzende des Bundes Bairische Sprache, Niklas Hilber, überzeugt. Ansatzpunkte, wie das soziale Prestige von Dialekt und süddeutschem Hochdeutsch gehoben werden kann, sieht er unter anderem in Politik, Unterricht und Kunst.
Anlässlich des Tags der Muttersprache (21. Februar) verweist Hilber auf eine im Herbst 2025 verbreitete Studie der Universität Hamburg, nach der Künstliche Intelligenz (KI) Dialektsprechern in signifikanter Häufigkeit negative Eigenschaften zuordnet. In einer Mitteilung betonte eine der Studienleiterinnen damals: «Wenn KI-Systeme Dialektsprechende systematisch schlechter bewerten, können Benachteiligungen entstehen – etwa bei Bewerbungen, Kundensupport, moderierten Online-Plattformen oder Bildungsanwendungen.»
Hilber hält es für unstrittig, dass die KI lediglich Negativklischees bündele, die in der Gesellschaft seit Jahrzehnten verbreitet und weitergetragen würden.