Es ist einer der Running Gags der Musikgeschichte. Seit Jahrzehnten wird Rockmusik immer wieder totgesagt. Rocklegende Alice Cooper kann darüber nur lachen. «Wenn Rock'n'Roll tot ist, was machen dann 100.000 Menschen auf den Festivals?», sagt der 78-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. «Hard Rock kann unmöglich sterben, es macht einfach zu viel Spaß.»
Dass auch die Rockmusik bereits verstorbener Künstler weiterlebt, dafür sorgt Cooper mit seiner Supergroup Hollywood Vampires, die er vor fast 15 Jahren mit Aerosmith-Gitarrist Joe Perry und dem Schauspieler und Gitarristen Johnny Depp gegründet hat. Ihr neues Live-Album «At Montreux Jazz Festival» (Veröffentlichung 14. August) wurde bereits 2018 aufgenommen. Ende des Monats geben die Hollywood Vampires drei Konzerte in Deutschland - in Nürnberg (25.8.), Köln (28.8.) und Hamburg (30.8.).
Die Gruppe, zu der als dritter Gitarrist Tommy Henriksen gehört, hat sich auf Coverversionen von Rockklassikern spezialisiert und erinnert damit an verstorbene Idole wie Jim Morrison (The Doors), Keith Moon (The Who) oder Lemmy Kilmister (Motörhead). Dass Cooper selbst nach wilden Exzessen in den 70er Jahren noch lebt, führt der 78-Jährige auf seinen rechtzeitigen Abschied von Alkohol und Drogen zurück.