Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg steht nun auch in Bayern die Sicherheit bei den bevorstehenden Faschingsumzügen auf dem Prüfstand. In einigen Städten kommen bei dem Narrentreiben mit teils mehreren zehntausend Teilnehmern noch strengere Vorgaben auf die Tagesordnung als bislang, insbesondere um Attentate mit Fahrzeugen zu verhindern. Dies stellt einige Veranstalter vor Probleme.
Teilweise bleiben die Sicherheitsbestimmungen aber auch auf dem bisherigen Niveau, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In Magdeburg hatte im Dezember ein Mann aus Saudi-Arabien mit einem Auto auf dem Weihnachtsmarkt sechs Menschen getötet und knapp 300 verletzt.
In Kempten hat das Thema Sicherheit jedenfalls weitreichende Folgen. Die Faschingsgilde Rottach 97‘ hat den am 1. März geplanten Gaudiwurm abgesagt. Man habe als Veranstalter die Auflage bekommen, Zufahrten zur Umzugsstrecke mit Betonquadern zu schützen, berichtet der Faschingsverein auf Facebook. Das sei organisatorisch und finanziell nicht leistbar. «Eine Verdoppelung der Umzugskosten auf fast 50.000 Euro ohne jedwede Refinanzierungsmöglichkeit wäre im Raum gestanden.»