Eigentlich träumte Alexander Held von einer Fußballkarriere. Die Chancen standen gut, war er als Jugendlicher doch Torwart beim Giesinger Traditionsverein 1860 München und gewann sogar Jugendmeisterschaften mit den Löwen. Doch nach einer Verletzung wurde er Schauspieler - zur Freude des Publikums, das den gebürtigen Münchner in vielen Produktionen für Kino und Fernsehen erleben durfte, etwa in der ZDF-Krimireihe «München Mord» oder im Kinodrama «Der Untergang». Nun ist der beliebte Darsteller gestorben, bereits am vergangenen Dienstag nach kurzer Krankheit mit nur 67 Jahren.
Vom Domspatz zur Gesangseinlage
Der Schauspieler, der zuletzt im österreichischen Erl in Tirol lebte, hatte viele Talente - so war er sogar mal ein Regensburger Domspatz, von 1968 bis 1970 sang er Soli für den berühmten Knabenchor. Auch in manchen Rollen gab er bisweilen Gesangseinlagen. «Singen ist wie Fahrradfahren. Das verlernt man nicht. Es darf natürlich keine Oper sein», sagte Held mal in einem Interview.
Zu seinem engsten Kreis zählte der Produzent Sven Burgemeister, der mit ihm bei mehr als 30 Filmen mit ihm zusammengearbeitet hat. «Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung – und ein Schauspieler voller Überraschungen und unbeirrbarer Haltung, der allem, was er gespielt hat, Tiefe gab», sagte Burgemeister der dpa. «Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich.» Die Fanseite «Dieblaue24» von 1860 München postete auf Facebook ein Foto des treuen Sechzger-Fans. «Ein großer Löwe ist tot», heißt es darunter.