Eines der größten Hochhäuser Bayerns wird nun doch nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen. Die zum Familienkonzern Schörghuber gehörende Bayerische Hausbau Real Estate will das 1969 vollendete Münchner Arabellahaus mit seinen 87.000 Quadratmetern Fläche erhalten und vollständig sanieren, wie das Unternehmen miteilte. Besondere Attraktion: Außen an der 157 Meter langen Fassade soll eine 200 Meter lange Rolltreppenanlage vom Erdgeschoss bis zum Dach in 73 Metern Höhe führen. Die begrünte Dachterrasse soll künftig öffentlich zugänglich sein.
Bis dahin werden allerdings noch viele Jahre vergehen: Die Sanierung soll 2030 beginnen und 2034 abgeschlossen werden. Das Arabellahaus ist 23 Stockwerke hoch und beherbergt unter anderem ein großes Hotel, eine Klinik im 19. Stock, Geschäfte, Restaurants und Wohnungen. Gedacht war das Gebäude im Zeitgeist der 1960er Jahre als «Stadt in der Stadt». Der Keller ging in die Musikgeschichte ein, denn in den dort beheimateten Musicland Studios nahmen in den 1970er und 1980er Jahren mehrere bekannte Bands Alben auf, darunter die Rolling Stones, Queen und Led Zeppelin.