Die Einsiedelei und der Garten von «Väterchen Timofej» in München sind in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen worden. Den Gebäuden komme eine herausragende geschichtliche Bedeutung zu, urteilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.
«Der Ost-West-Friedensgarten ist wie ein gallisches Dorf im Herzen unserer Landeshauptstadt. Er zeugt von der Wohnraumnot in der Nachkriegszeit und willensstarken Menschen, die darauf inmitten einer mit Trümmerschutt bedeckten Landschaft eine Antwort fanden», kommentierte Generalkonservator Mathias Pfeil.
Der russische Eremit Timofej Prochorow - genannt Väterchen Timofej - und seine Partnerin Natascha Dankow hatten die Behausung mitsamt Kapelle und späterem Kirchenbau mit einfachsten Mitteln am Rande eines Schuttberges im Olympiapark errichtet. «Es war ein langer Weg vom Schwarzbau zum Baudenkmal, aber er zeigt, dass Wille manchmal Berge versetzen kann», betonte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) mit Blick auf die bewegte Geschichte des Ortes, der inzwischen als Gedenk-, Lern- und Begegnungsstätte dient.