Die betenden Hände, der Hase, das Selbstbildnis - die Kunstwerke von Albrecht Dürer gehen manchen Menschen unter die Haut. Die Ausstellung «Dürer under your skin: Tattoo art» im Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg zeigt ab Freitag 250 Tätowierungen, die nach Vorbild des Renaissance-Meisters entstanden sind. Menschen aus vielen Ländern seien im vergangenen Herbst dem Aufruf des Museums gefolgt, Fotografien von ihren Dürer-Tattoos einzusenden, sagte Museumsleiterin Christine Demele. «Wir waren überwältigt, was da an Resonanz kam.»
In der Ausstellung ist eine Auswahl davon zu sehen, begleitet von einigen Dürer-Druckgrafiken, die als Vorlage dienten. Für alle sei nicht Platz in dem Museum gewesen, erläuterte Demele. Deshalb sei jedes Bild mit einem QR-Code versehen, über den man auf eine Homepage mit einem Werkverzeichnis von Dürer gelange. In der Ausstellung kommen auch die Tätowierten und die Tattoo-Schaffenden zu Wort und berichten, was sie mit Dürer verbindet und wie das Tattoo entstanden ist.