Wenige Tage nach der Ausladung des Dirigenten Lahav Shani von einem belgischen Festival hat Belgiens Premierminister Bart De Wever einen Auftritt des Israelis in Essen besucht. Der Politiker reiste zusammen mit dem deutschen Botschafter in Belgien, Martin Kotthaus, zu dem Konzert im Ruhrgebiet. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dankte dem Belgier daraufhin für das «Zeichen der Solidarität», das er gesetzt habe. «Wir dürfen diesem blanken Antisemitismus keinen Platz geben», schrieb Merz auf der Plattform X.
Wie es in einer von der Essener Philharmonie-Intendantin Marie Babette Nierenz verlesenen Erklärung hieß, sprachen De Wever und Shani auch persönlich miteinander. Der Premierminister habe dabei seine Kritik an der Absage bekräftigt. Auf der Plattform X hatte sich der Politiker zuvor schon zu Wort gemeldet und die Entscheidung «unverantwortlich» genannt.