Ein Ehepaar aus München soll für einen chinesischen Geheimdienst Kontakte an deutsche Hochschulen geknüpft und deutsche Wissenschaftler unter falschen Vorwänden nach China gelockt haben. Am Mittwoch lässt die Bundesanwaltschaft die beiden mutmaßlichen Spione in der bayerischen Landeshauptstadt festnehmen. Bei zehn möglichen Zeugen finden in sechs Bundesländern weitere Maßnahmen statt.
Die Vorwürfe gegen die deutschen Eheleute chinesischer Herkunft wiegen schwer: Um an wissenschaftliche Informationen zu Spitzentechnologie zu gelangen, die auch militärisch nutzbar ist, sollen sie Kontakte zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgebaut haben. Dazu zählten Lehrstuhlinhaber im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik oder Künstliche Intelligenz.