Die Spielekonsole oder das TV-Gerät zum Schnäppchenpreis im Internet ergattern? Für zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher entpuppte sich dies als Betrug. Die Kripo Nürnberg und die bayerische Zentralstelle Cybercrime haben drei mutmaßliche international agierende Internet-Betrüger gefasst. Sie sollen in dem Ermittlungskomplex als Hintermänner agiert haben, wie die Zentralstelle Cybercrime mitteilte. Bereits Ende des Vorjahres waren in dem Fall Tatverdächtige festgenommen worden.
400 Online-Konten übernommen
Nach Angaben der Zentralstelle haben die mutmaßlichen Täter seit 2022 mehr als 400 Händler-Konten übernommen. Verbraucher bestellten dort Waren im Gesamtwert von mehr als 100 Millionen Euro.
Doch «glücklicherweise» hätten viele Käufer den Betrugsversuch rechtzeitig bemerkt und den Kaufpreis nicht überwiesen. Dennoch gehe man von hunderten Geschädigten aus und eine Betrugssumme von rund 300.000 Euro. Viele Fälle dürften auch noch gar nicht bekannt geworden sein.
Außerdem hätten auch die betroffenen Händler finanzielle Schäden erlitten: Die Händler-Konten waren gesperrt, es gab negative Bewertungen. Einzelne Versandhändler mussten sogar aufgeben.
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