Mehr als neun Monate nach dem tödlichen Angriff auf eine Frau in einer Firma im unterfränkischen Mellrichstadt stehen in dem Prozess vor dem Landgericht Schweinfurt die Plädoyers an. Geplant sind am Montag (9.00 Uhr) die Schlussworte von Staatsanwaltschaft, zwei Nebenklagevertretern und Verteidigung. Das Urteil in dem Verfahren könnte dann am Dienstag folgen.
Eine Tat aus Wut?
Der Angeklagte aus dem thüringischen Meiningen hatte zu Prozessauftakt gestanden, seine Kollegin mit einem Messer getötet zu haben. «Ich habe die Frau gehasst», hatte der 22-Jährige nüchtern erklärt. «Wir haben uns nicht gut verstanden.» Er habe sich von der Kollegin, die er seit seiner Ausbildung gekannt habe, schlecht behandelt gefühlt, Zorn und Wut verspürt.
Der Verdächtige soll zudem einen Vorgesetzten lebensgefährlich und einen Kollegen verletzt haben, die der 59-Jährigen bei der Attacke am 1. Juli vergangenen Jahres beim Stromversorger Überlandwerk Rhön helfen wollten.