Zu Beginn des Zweiten Juristischen Staatsexamen hat es in München und Augsburg massive technische Pannen gegeben. Betroffen war das elektronische Examen, das erstmals auf freiwilliger Basis flächendeckend angeboten wurde. Trotz umfangreicher Tests im Vorfeld sei es bei der ersten Klausur am 26. November zu erheblichen technischen Problemen gekommen, insbesondere mit der Ladung und der Akkulaufzeit der Prüfungslaptops, teilte das Bayerische Justizministerium in München mit. Ab dem zweiten Prüfungstag am 27. November habe es keine Probleme gegeben. Über die Panne hatte der «Münchner Merkur» berichtet.
Dienstleister für E-Examen
Das sogenannte E-Examen hatte sich dem Ministerium zufolge die große Mehrheit der Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer gewünscht. Im Mai 2022 habe man dafür mit einer Ausschreibung im Rahmen eines förmlichen Vergabeverfahrens nach einem Dienstleister gesucht und diesen auch gefunden. Er müsse unter anderem einheitliche Laptops, Prüfungssoftware, technisches Personal für den Support und mobile Hochverfügbarkeitsserver zur Verfügung stellen. In der Vorbereitung habe man alles getestet.
Mit dem Zweiten Staatsexamen schließen die Prüflinge das Rechtsreferendariat ab und sind danach Volljuristinnen und -juristen. In acht Standorten in Bayern werden noch bis Freitag Klausuren geschrieben. Mitte April 2025 starten die mündlichen Prüfungen.
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