Einsatzkräfte der Polizei sind mit einem Großaufgebot gegen eine georgische Hehlerbande vorgegangen. In Baden-Württemberg, Hamburg und Berlin wurden sechs Objekte durchsucht und zwölf Menschen festgenommen. Der Schwerpunkt der Aktion ist in Reutlingen.
Bei den Festgenommenen, gegen die Haftbefehle vorliegen, handelt es sich um zwei Männer aus Reutlingen und eine Frau aus Stuttgart. Sie sind im Alter zwischen 27 und 54 Jahren. Sie sind georgische Staatsbürger. Alle Festgenommenen haben ihre Wohnsitze in Baden-Württemberg beziehungsweise sind ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Die Verdächtigen sollen sich zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um von Landsleuten in Deutschland gestohlene Waren entgegenzunehmen und diese nach Italien beziehungsweise Georgien zu transportieren. Die Ausländerbehörden prüften ausländerrechtliche Maßnahmen.
Die Razzien erstreckten sich auf zwei Wohnungen, drei Lagerstätten und Verladeplatz. Dabei wurden mutmaßliche Beweismittel sichergestellt. Knapp 200 Beamte waren im Einsatz. Dabei wurden die Ermittler des bayerischen Landeskriminalamtes durch Kräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei, des Hauptzollamtes Ulm und der Verkehrspolizeiinspektion Tübingen unterstützt.