Wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung in Millionenhöhe beim Handel mit Diesel-Kraftstoff stehen ab Januar 2026 sechs Männer und zwei Frauen vor dem Landgericht Hof. Die 4. Wirtschaftsstrafkammer habe insgesamt 60 Verhandlungstage bis Oktober angesetzt, teilte das Gericht mit.
Der Tatvorwurf lautet auf bandenmäßige Steuerhinterziehung, gewerbsmäßige Steuerhehlerei und Betrug. Insgesamt sollen die Verdächtigen 44 Millionen Euro Energiesteuer hinterzogen haben. Alle acht Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft.
Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zufolge soll ein Geschäftsführer eines Mineralölhändlers aus dem Landkreis Hof zwischen November 2023 und November 2024 von Lieferanten rund 90,5 Millionen Liter unversteuerten Diesels für sein Unternehmen angekauft haben. Nach Einschätzung der Ermittler wusste er, dass die Lieferanten keine Steuern für den Kraftstoff gezahlt hatten.