Im Prozess um eine im vergangenen Jahr aufgedeckte Drogenküche hat einer der beiden Angeklagten eine teilweise Beteiligung eingeräumt. Der zweite Angeklagte äußerte sich beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Ellwangen am Montag noch nicht. Die Staatsanwaltschaft wirft den 52 und 31 Jahre alten Angeklagten unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Die beiden Syrer sollen im Auftrag des Vaters des 31-Jährigen ein Amphetamin-Gemisch zu Captagon-Tabletten verarbeitet haben. Die Tabletten sollen zum Verkauf nach Saudi Arabien bestimmt gewesen sein. Captagon macht hochgradig abhängig und kann Depressionen, Halluzinationen und Angstzustände auslösen. Die Droge gehört zur Gruppe der Amphetamine.
Laut Anklage fanden Ermittler im vergangenen Juli in den Räumen und auf dem Gelände einer Werkstatt in Regensburg sowie in den Privaträumen des Werkstattinhabers in Bruck (Oberpfalz) mehr als 300 Kilogramm Amphetamin. Der Werkstattinhaber und Vater des 31-jährigen Angeklagten ist demnach auf der Flucht.