Zehn Jahre ist die islamistisch motivierte Attacke eines Flüchtlings auf eine Touristenfamilie in einem Zug in Würzburg nun her. Für die Opfer ist der Angriff nicht nur am Jahrestag, dem 18. Juli, besonders präsent. «Der Anschlag hat sichtbare Narben hinterlassen, und seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind nachhaltig», berichtet eine 36-Jährige, die zusammen mit ihrem Mann in Hongkong lebt.
Beide wollen ihren Namen nicht in die Öffentlichkeit tragen. Hans-Peter Trolldenier von der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Würzburg (GDCF) übermittelt der Deutschen Presse-Agentur die Zeilen der Frau, die mittlerweile Mutter geworden ist.
«Auch heute noch leben wir mit einigen dieser Folgen. Mit der Zeit haben wir jedoch verstanden, dass Narben zwar bleiben mögen, aber nicht bestimmen, wer wir sind oder wie wir leben möchten», schreibt die Geschädigte.
Die 36-Jährige bedankt sich abermals für die Hilfe, die ihrer Familie damals in Würzburg entgegengebracht worden sei. «In einer der dunkelsten Phasen unseres Lebens erlebten wir ein außergewöhnliches Maß an Mitgefühl, das wir nie vergessen werden.»