Das Mordkomplott von Velbert mit einer Serie von Giftanschlägen zweier Frauen auf den Ehemann der einen wird den Bundesgerichtshof beschäftigen. Für beide Angeklagte sei Revision eingelegt worden, teilte eine Sprecherin des Wuppertaler Landgerichts auf dpa-Anfrage mit.
Das Gericht hatte die Ehefrau und die Geliebte des Opfers, das den letzten Anschlag nur knapp überlebt hatte, schuldig gesprochen: Die 59-jährige Ehefrau wurde wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, ihre 60-jährige Freundin aus Fürth in Bayern, eine frühpensionierte Lehrerin, die eine Affäre mit dem Mann hatte, zu vier Jahren Haft wegen Beihilfe.
Sein Lieblingsgericht Bohnen mit Speck hätte dem 57-Jährigen beinahe das Leben gekostet. Zuvor waren eine Reihe von Versuchen, ihn umzubringen, unbemerkt geblieben. Nur einmal war dem Mann nach einem Vergiftungsversuch übel geworden, Argwohn hatte er dabei aber nicht geschöpft.