Die bayerische Polizei hat im vergangenen Jahr 543 antisemitische Straftaten verzeichnet. Das entspricht einem Rückgang von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervorgeht. Über einen längeren Zeitraum zeigt sich allerdings weiter ein anderes Bild: Seit 2022 ist die Zahl judenfeindlicher Straftaten demnach um etwa zwei Drittel gestiegen.
In 14 der Fälle im vergangenen Jahr handelte es sich der polizeilichen Erhebung zufolge um Gewalttaten, zu denen auch ein Mordversuch gehört. In mehr als der Hälfte der Fälle (56 Prozent) waren die Taten demnach rechts motiviert. In 26 Prozent der Fälle wurde die Tatmotivation dem Bereich «ausländische Ideologie» zugerechnet, der Ideologien verschiedener politischer Strömungen umfasst.