Ein Jahr nach einer bundesweiten Razzia gegen eine der größten Kinderpornografie-Plattformen im Darknet hat das Landgericht Mönchengladbach die Urteile gegen die Betreiber verkündet. Die fünf Männer erhielten Haftstrafen zwischen fünfeinhalb und elfeinhalb Jahren, in einem Fall mit anschließender Sicherungsverwahrung. Sie stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bayern.
Den Männern war bandenmäßige Verbreitung von Kinderpornografie vorgeworfen worden. Die Strafkammer blieb mit den Urteilen nur geringfügig unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte vergangene Woche Haftstrafen zwischen fünfeinhalb und 13 Jahren gefordert. Bei einem 46-jährigen Münchner wurde zudem eine Sicherungsverwahrung angeordnet, da er als gefährlicher Hangtäter mit hoher Rückfallwahrscheinlichkeit eingestuft wurde. Die Urteile gegen vier Angeklagte sind bisher nicht rechtskräftig. Der Fünfte hat das Urteil akzeptiert.
Alle fünf Angeklagten hatten die Vorwürfe im Prozess eingeräumt. Sie stammen aus Jüchen (Rhein-Kreis Neuss) in Nordrhein-Westfalen, aus Kiel, München, dem niederbayerischen Grafenau (Landkreis Freyung-Grafenau) und aus Neetze (Landkreis Lüneburg) in Niedersachsen.