Es sind Worte voller Trauer, Bitterkeit und Resignation: «Meine Mandanten leiden unter dem Verlust ihrer von ihnen über alles geliebten Tochter Hanna sehr schwer», teilt der Anwalt von Hannas Eltern mit.
Und sie hätten sich von dem Prozess um den Tod ihrer Tochter Aufklärung versprochen. Doch nun hätten sie «schmerzlich erfahren» müssen, dass ihre Tochter Hanna «für diese Strafkammer überhaupt keine Rolle mehr spielt».
Eltern wollen keine Nebenkläger mehr sein
Mit diesen Worten ziehen sich die Eltern der vor drei Jahren im oberbayerischen Aschau ums Leben gekommenen Studentin Hanna überraschend aus dem gerade neu aufgerollten Prozess um den Tod ihrer Tochter zurück.
«Ich habe dem Landgericht Traunstein soeben schriftsätzlich mitgeteilt, dass sich meine Mandanten mit sofortiger Wirkung dem Verfahren nicht mehr als Nebenkläger anschließen», heißt es in einer Mitteilung ihres Anwalts Walter Holderle, über die zuvor die «Passauer Neue Presse» berichtet hatte.
Bei Gericht sei der Rückzug der Nebenkläger zunächst noch nicht aktenkundig geworden, sagt Gerichtssprecherin Cornelia Sattelberger auf Anfrage. Sie betont aber, die Kammer kläre den Fall in dem Verfahren «unvoreingenommen und nach den Vorschriften der Strafprozessordnung» auf. Nebenkläger könnten dabei ihre Rechte zur Gestaltung des Verfahrens nutzen.