Um 8.00 Uhr schlägt die Polizei mit einem Großaufgebot zu: Mitten in Reutlingen hebt sie in einer ehemaligen Schraubenfabrik eine kriminelle Vereinigung aus, die in großem Stil Diebesgut nach Georgien geschmuggelt hat. Schwarz gekleidete Spezialpolizisten mit Sturmhauben dringen auf das Gelände vor und nehmen zwölf Verdächtige fest. Einer wehrt sich, vergebens.
Etwa 200 Ermittler unter Federführung des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) haben alle Hände voll zu tun. Reges Kommen und Gehen herrscht auf dem Gelände, es wird telefoniert, Absprachen werden getroffen. Die Ermittler des bayerischen LKA werden dabei durch Kräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei, des Hauptzollamtes Ulm und der Verkehrspolizeiinspektion Tübingen unterstützt. Der Zoll in Ulm - selbst mit 60 Mann an der Aktion beteiligt - ermittelt einem Sprecher zufolge zudem wegen Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.