Duo nach Fund von Sprengstoff auf A3 verurteilt
Nach einem explosiven Fund auf der Autobahn 3 im Januar sind ein Mann und eine Frau wegen Vorbereitung einer Geldautomatensprengung verurteilt worden. Die Fahrerin des mit zwei Sprengstoffpaketen beladenen Wagens sei zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts Regensburg mit. Der Mittäter sei zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil vom Dienstag, über das mehrere Medien berichtet hatten, ist demnach noch nicht rechtskräftig. Die beiden sollen laut Anklage Ende Januar auf der A3 bei der Ausfahrt Wörth/Wiesent im Landkreis Regensburg vermutlich in Richtung Österreich unterwegs gewesen sein, um dort einen Geldautomaten zu sprengen. Am frühen Morgen entdeckte eine Streife der Verkehrspolizei Regensburg bei einer Kontrolle den in einer Sporttasche transportierten Sprengstoff. Die Autobahn wurde daraufhin stundenlang bis in den Berufsverkehr hinein gesperrt, das Material vor Ort kontrolliert gesprengt und die beiden Insassen des Wagens festgenommen. Schnell ergab sich bei den Ermittlungen der Verdacht, dass der Fund im Zusammenhang mit Automatensprenger-Banden stehen könnte. Der in der Anklage ebenfalls enthaltenen Verabredung zu einem schweren Bandendiebstahl wurden die beiden Angeklagten jetzt in Regensburg aber nicht schuldig gesprochen, teilte ein Gerichtssprecher mit. Zu Prozessbeginn ging die Staatsanwaltschaft noch von mindestens einem weiteren Mittäter aus - ermittelt wurde er zunächst nicht. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenStundenlange Sperrung und Sprengung auf der Autobahn