Wahnvorstellungen, Muskelzittern, Übelkeit, Krämpfe, Bewusstlosigkeit: Im sogenannten Champagner-Fall haben mehrere Opfer vor dem Landgericht Weiden von den gravierenden Folgen berichtet. Sie hatten im Februar 2022 in einem Lokal Champagner bestellt, stattdessen aber die flüssige Droge MDMA ausgeschenkt bekommen. Ein Mann starb. Sieben weitere Gäste, die tranken, wurden teils lebensgefährlich verletzt. Bis heute kämpfen sie mit gesundheitlichen Problemen.
Von «Horror» spricht ein Zeuge, wenn er an jene Nacht zurückdenkt. Sichtlich aufgewühlt erzählt er, wie sich die Ereignisse überschlugen, wie rundherum Panik ausbrach, Betroffene sich nicht mehr auf den Beinen halten konnten, wie er versuchte, sich zu übergeben, Halluzinationen bekam und um sein Leben fürchtete. «Ich wusste nicht, ob ich das überlebe.» Als er noch auf einen Sanitäter wartete, sei ein Bekannter auf einer Trage vorbeigetragen worden. Später habe er erfahren, dass der es nicht geschafft hatte.
Dass mit dem Getränk etwas nicht stimmte, sei ihnen zuvor nicht aufgefallen, sagten die Zeugen. Nebenbei sei der Fernsehapparat gelaufen, sie hätten auf den Auftritt ihres Freundes gewartet und parallel dazu angestoßen. Die Schampus-Flasche wie auch die Gläser seien nicht transparent, sondern blickdicht gewesen.