Bayerische Ermittler haben zwei größere Darknet-Plattformen mit Videos von sexuellem Kindesmissbrauch gesperrt. Auf den beiden Seiten seien insgesamt mehr als 350.000 Nutzer registriert gewesen, teilten das bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mit. Dort ist das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) angesiedelt.
Den Ermittlern zufolge waren auf den beiden Seiten mehr als 21.000 Videodateien verfügbar. Ein großer Teil der Nutzer habe diese kostenlos angeschaut.
Für den Zugriff auf alle Missbrauchsvideos hätten manche Nutzer aber sogar ein monatliches Abo zum Preis von 0,001 Bitcoin abgeschlossen, was derzeit etwa 95 Euro entspreche. Die Dateien seien insgesamt knapp 900.000 Mal aufgerufen worden – bis die Plattformen im September gesperrt wurden.