Zwei Jahrzehnte nach dem mysteriösen Tod der jungen deutschen Backpackerin Simone Strobel in Australien warten ihre Angehörigen weiter auf Antworten. Bei einer neuen Anhörung im Lidcombe Coroner’s Court in Sydney wurden seit Montag bisher nicht verfügbare Beweise geprüft, um vielleicht doch noch Licht ins Dunkel zu bringen und den Mordfall an der Erzieherin aus Unterfranken zu lösen. Am Ende der fünftägigen Untersuchung äußerte sich Strobels Schwester unter Tränen.
Der Mord habe das Leben der Familie für immer «auf radikalste Weise» verändert, zitierte der australische Sender ABC Christina Strobel, die zusammen mit ihrem Bruder Alexander angereist war. «Meine Eltern … wurden zu bloßen Schatten ihrer selbst und versanken immer tiefer in Verzweiflung.» Sie erzählte auch von der extrem engen Bindung, die sie zu ihrer Schwester gehabt habe. «Diese Einsamkeit wird nie aufhören», betonte sie und fügte hinzu, sie wisse jetzt, dass «das Undenkbare, das Schlimmste, was passieren kann, über Nacht Wirklichkeit werden kann.»