Der psychiatrische Gutachter Hans-Peter Volz hält es für unwahrscheinlich, dass der mutmaßliche Mörder der angehenden Krankenschwester Maria Köhler im Affekt gehandelt hat. So sei zum einen der wahrscheinliche Auslöser der Gewalttat - die neue Beziehung des Opfers mit einem anderen Mann - nicht banal gewesen, gab eine Sprecherin des Landgerichts Aschaffenburg die Aussage des Sachverständigen wider.
Zudem spreche das Verhalten des Angeklagten nach der Strangulation der 19-Jährigen am 30. Juli 1984 gegen eine Straftat in einem starken, meist plötzlich auftretenden Gefühlszustand. Der damals 25-Jährige hatte sich nach dem Tod seiner Ex-Freundin Maria Köhler einen Koffer gekauft und war per Flugzeug von Frankfurt/Main aus in die Türkei geflohen.
Nach Angaben der Sprecherin geht Volz auch nicht von einer Schuldunfähigkeit des Verdächtigen aus, auch nicht von einer verminderten.