Geldstrafe: Ochsenknecht wegen schweren Betrugs verurteilt
Jimi Blue Ochsenknecht (34) ist in Österreich wegen schweren Betrugs zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt worden. Von den 34.500 Euro Strafe muss der Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht und der TV-Persönlichkeit Natascha Ochsenknecht aber nur noch weniger als 7.000 Euro zahlen. Denn die Richterin rechnete ihm eine bereits bezahlte Geldbuße und die Haft vom Vorjahr an. Der Verteidiger muss sich nun mit seinem Mandanten über eine mögliche Berufung beraten, wie er sagte. Zuvor hatten die «Tiroler Tageszeitung» und Nachrichtenagentur APA berichtet. Jimi Blue Ochsenknecht, der sein Leben unter anderem in der Reality-Doku-Serie «Yeliz & Jimi - We Are Family» ausbreitet, verzichtete darauf, vor Gericht zu erscheinen. Das war in diesem Fall erlaubt, weil ihm kein Verbrechen vorgeworfen wurde, sondern nur ein Vergehen. Das Verfahren hat eine lange Vorgeschichte: Ende 2021 hatte Ochsenknecht in einem Vier-Sterne-Hotel im österreichischen Tirol nahe der bayerischen Grenze seinen 30. Geburtstag gefeiert. Die Rechnung betrug knapp 14.000 Euro. Die Summe wurde aber erst im Sommer 2025 beglichen - finanziert von Yeliz Koc, Ochsenknechts Ex-Freundin und Mutter der gemeinsamen Tochter. Damals stand Ochsenknecht bereits unter massivem Druck: Aufgrund eines Haftbefehls wurde er Ende Juni 2025 in Hamburg festgenommen. Er wurde danach nach Österreich ausgeliefert und dort gegen Kaution freigelassen. Die Richterin entschied ursprünglich, kein Urteil zu fällen. Im Gegenzug sollte der Darsteller eine Geldbuße von 18.000 Euro zahlen. Nach österreichischem Recht ist es möglich, einen Prozess auf diese Weise mit einer sogenannten Diversion abzuschließen. Doch die Staatsanwaltschaft legte dagegen erfolgreich Berufung ein. Deshalb wurde der Prozess nun fortgesetzt und mit einem Urteil beendet. In diesem Jahr hatte sich bereits ein Gericht mit dem früheren Kinderschauspieler («Die Wilden Kerle») beschäftigt. Im vergangenen März teilte das Amtsgericht München mit, dass Ochsenknecht eine Geldstrafe zahlen müsse. Dabei ging es um eine zunächst nicht bezahlte Rechnung über 1.900 Euro für Essen und Getränke in der österreichischen Stadt Graz. Er habe früher nicht alles richtig gemacht, sagte Ochsenknecht dazu in einem Instagram-Video. «Ich arbeite charakterlich, beruflich an mir, finanziell an mir», sagte er. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Das teilte sein Anwalt der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Urteil in dem Prozess um eine jahrelang nicht bezahlte Hotelrechnung des Schauspielers und Reality-TV-Stars ist noch nicht rechtskräftig.
Der in Dubai lebende Angeklagte sei «jedenfalls nicht zahlungswillig gewesen», begründete die Richterin ihr Urteil. Ochsenknecht habe insgesamt «ein Täuschungsmanöver» veranstaltet, sagte die Juristin laut der APA. Der Verteidiger bestritt hingegen, dass sein Klient mit Betrugsvorsatz gehandelt habe. Ochsenknecht habe damals über flüssige Finanzmittel verfügt, meinte der Anwalt.Hohe Hotelrechnung nach Geburtstagsparty
Im August 2025 begann der erste Teil des Prozesses in Innsbruck. Ochsenknecht erschien damals für die Verhandlung, die auch von weiblichen Fans im Saal verfolgt wurde. Der Angeklagte entschuldigte sich und übernahm die Verantwortung für die Angelegenheit. Schuldig bekannte er sich jedoch nicht. Bei dieser Position blieb Ochsenknecht bis zuletzt, wie sein Anwalt der dpa sagte.Ankläger setzten sich durch