Mit gefälschten Rezepten versuchen Betrüger in Bayerns Apotheken immer häufiger, an verschreibungspflichtige Medikamente zu kommen. Genaue Zahlen kann das bayerische Landeskriminalamt (LKA) zu den Fällen zwar nicht nennen. Aber: «Ganz grundsätzlich lässt sich sagen, dass in den vergangenen ein bis zwei Jahren eine Steigerung an Fallzahlen für das Einbringen gefälschter Rezepte zu verzeichnen ist», sagte eine LKA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Im laufenden Jahr verharre die Zahl der gemeldeten Fälle bisher auf dem höheren Niveau.
Zu den bei Betrügern besonders gefragten Mitteln zählen demnach zum Beispiel Antidiabetika, die aktuell auch als Abnehmmittel und für Diäten verwendet werden. Die Landesapothekerkammer nannte auf Nachfrage als besonders begehrte Beute «teure Medikamente, wie Krebsmedikamente, sowie Lifestyle-Arzneimittel wie "Abnehmspritzen" (Wegovy, Ozempic) und Mittel mit Abhängigkeitspotenzial».