Ein dementer Senior, der in einem Altenheim in Oberbayern einen Mitbewohner tödlich verletzt hat, wird dauerhaft in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht. Das ordnete das Landgericht Traunstein an. Der 93-Jährige soll, so hieß es in der Antragsschrift der Staatsanwaltschaft, seinen Zimmergenossen in dem Heim im oberbayerischen Wasserburg am Inn umgebracht haben, weil er lieber allein im Zimmer sein wollte.
Die Kammer sah den Vorwurf des Totschlags nicht bestätigt, sondern ging von Körperverletzung mit Todesfolge aus, wie eine Gerichtssprecherin berichtete. Der Senior habe seinen Zimmergenossen offensichtlich nicht töten wollen.