Nach Steinwürfen auf das israelische Generalkonsulat in München und einem größeren Polizeieinsatz hat der Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz die Ermittlungen übernommen. Der mutmaßliche Steinwerfer werde der Störung des öffentlichen Friedens, der Sachbeschädigung und des Angriffs auf Polizisten verdächtigt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Die Ermittler sehen Hinweise auf ein israelfeindliches oder antisemitisches Motiv.
Der 24 Jahre alte Verdächtige soll nach dem Angriff seinen Rucksack abgelegt und dabei «Allahu Akbar» («Gott ist groß») gerufen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann den hinzugeeilten Polizisten damit zu verstehen geben wollte, dass er einen tödlichen Sprengstoffanschlag auslösen wollte.