Nach Steinwürfen auf das israelische Generalkonsulat in München und einem größeren Polizeieinsatz ist Anklage gegen einen 24-Jährigen erhoben worden. Dem mutmaßlichen Steinwerfer werde Störung des öffentlichen Friedens, Sachbeschädigung und ein besonders schwerer Angriff auf Polizisten vorgeworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit.
Die Ermittler gehen von einer «gefestigten israelfeindlichen Haltung» des Mannes aus. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet jetzt das Landgericht München I bei der Zulassung der Anklage. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Der 24 Jahre alte Verdächtige soll nach dem Angriff mit faustgroßen Steinen auf die Fassade des Gebäudes im März seinen Rucksack abgelegt und dabei «Allahu Akbar» («Gott ist groß») gerufen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann den hinzugeeilten Polizisten damit zu verstehen geben wollte, dass er einen tödlichen Sprengstoffanschlag auslösen wollte.