Nach dem Unfall von drei mutmaßlichen Geldautomatensprengern auf der Flucht vor der Polizei in Oberbayern ist gegen einen der Männer Anklage erhoben worden. Ihm werde als Unfallfahrer auf bayerischer Seite der Grenze unter anderem versuchter Totschlag vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Traunstein mit. Das Landgericht Traunstein entscheidet über die Zulassung der Anklage - und damit über die Frage, ob es dort zum Prozess gegen den Mann kommt.
Der 36-Jährige habe bei der halsbrecherischen Fahrt im Mai in Kauf genommen, dass seine beiden mutmaßlichen Komplizen sterben könnten. Die beiden nicht angeschnallten Mitfahrer seien nach dem Unfall an einem Kreisverkehr bei Marktl am Inn in Lebensgefahr gewesen. Neben versuchtem Totschlag wirft ihm die Staatsanwaltschaft unter anderem auch ein verbotenes Autorennen und Fahren ohne Führerschein vor.
Er sitzt in Bayern in Untersuchungshaft. Geäußert hat sich der Verdächtige zu den Vorwürfen demnach bislang nicht, bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.