Der mutmaßliche Angreifer auf ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Unterfranken ist von der Untersuchungshaft in ein Bezirkskrankenhaus verlegt worden. Dort sei er seit dem 6. August vorläufig untergebracht, teilte die ermittelnde Generalstaatsanwaltschaft München mit. In Bezirkskrankenhäusern werden Patienten mit seelischen Problemen oder Suchterkrankungen behandelt - in der forensischen Abteilung sind psychisch kranke Straftäter untergebracht. Warum der 20-Jährige, der zuletzt in Baden-Württemberg im Main-Tauber-Kreis gelebt haben soll, verlegt wurde, teilten die Ermittler nicht mit.
Motiv unbekannt
Nach Angaben der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Würzburg handelt es sich bei dem Opfer um ein Mitglied der Organisation. Der Mann sei wegen seines Ansteckers israelfeindlich angesprochen und während des Gesprächs plötzlich ins Gesicht geschlagen worden, hatte die Organisation nach dem Vorfall in der Nacht zum 20. Juli mitgeteilt.
Was den Verdächtigen wirklich zu der Tat getrieben haben soll, ist noch unbekannt. «Es wird um Verständnis gebeten, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Auskünfte erteilt werden können», teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.
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