Ein Sommertag am See endet für einen 15-Jährigen in Mittelfranken tödlich: Eine 19-Jährige soll den Jugendlichen bei einem Streit an einer Bushaltestelle mit einem Taschenmesser erstochen haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war es heimtückischer Mord. Vor dem Landgericht in Ansbach entschuldigte sich die Angeklagte nun bei der Mutter des Opfers, konnte sich an die Tat nach eigenen Angaben aber nicht erinnern.
Der Jugendliche habe keine Chance gehabt, sich gegen den tödlichen Messerstich zu wehren, sagte Staatsanwalt Christian Eberlein am ersten Prozesstag. Die Angeklagte habe das Taschenmesser verborgen gehalten und ihn damit überraschend angegriffen. «Aufgrund der Schwere der Verletzung war eine Rettung des Geschädigten von vorneherein unmöglich», sagte Eberlein. Der Junge starb noch am Tatort.