Vor fünf Jahren traf die erste bestätigte Corona-Infektion in Deutschland einen Mitarbeiter des bayerischen Autozulieferers Webasto - doch das Ausmaß der bevorstehenden globalen Pandemie ahnte niemand. «Ich denke, ich bin nicht der Einzige, der zu diesem Zeitpunkt nicht im Entferntesten damit gerechnet hat, welche gewaltigen Dimensionen das Infektionsgeschehen in den folgenden Monaten weltweit annehmen würde», erinnert sich Webasto-Vorstandschef Holger Engelmann.
«Ein Schock»
Die ersten Nachrichten über eine in China aufgetretene neue Lungenkrankheit verbreiteten sich Ende 2019. Das Webasto-Management war früh im Bilde, da das Unternehmen in China mehrere Standorte betreibt. «Ich war Anfang Januar auf einer Dienstreise in China gewesen und hatte mit Kollegen aus dem Management mehrere Werke besucht», sagt der Webasto-Chef. «Aber als kurz darauf eine chinesische Kollegin, die für ein Projekt in unsere Zentrale nach Stockdorf gekommen war, nach ihrer Heimreise in China positiv getestet wurde, war das ein Schock».