Die Menschen in Bayern werden älter – und damit gibt es auch mehr Demenzkranke. Bis 2060 könnte ihre Zahl von aktuell knapp 200.000 auf mehr als 340.000 ansteigen, meldet die AOK Bayern unter Berufung auf aktuelle Berechnungen für die 71 Landkreise und 25 kreisfreien Städte im Freistaat. Erstellt hat die Prognose das Wissenschaftliche Institut der AOK in Berlin mit den Universitäten in Trier, Rostock und Köln. Die Auswirkungen und mögliche Maßnahmen dagegen im Überblick.
Der Grund für die ungleiche Verteilung
Die Prognose nennt einen klaren Grund: die demografische Entwicklung und die Überalterung der Gesellschaft. Gerade ländliche Regionen seien stark betroffen, während Städte meist eine junge Bevölkerung hätten, so die AOK.
So schneidet Bayern bundesweit ab
Bundesweit schneidet der Freistaat gar nicht so schlecht ab. Für ganz Bayern geht man bis 2060 von einem Anteil Demenzkranker von 2,5 Prozent aus. Der Wert liege verglichen mit anderen Bundesländern im oberen Mittelfeld. Baden-Württemberg und Hessen kommen ebenfalls auf 2,5 Prozent. Schwierig sieht es vor allem im Osten Deutschlands aus. Insgesamt wird in ganz Deutschland ein Anstieg der Demenzkranken von 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen im Jahr 2060 erwartet.
Es könnte alles auch noch viel schlimmer kommen. Nach AOK-Angaben wurde die Definition von Demenz nämlich bewusst eng gefasst, ohne reversible Fälle. Die Schätzungen seien konservativ und bildeten eher die untere Grenze der künftig zu erwartenden Fallzahlen ab, heißt es.