Psychische Erkrankungen haben in Bayern im ersten Halbjahr zu mehr und längeren Krankschreibungen geführt. Pro 100 Arbeitnehmer fielen alleine für diesen Bereich knapp 155 Ausfalltage an - 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie eine Auswertung der Krankenkasse DAK ergab. Damit sind psychische Erkrankungen zwar nur die drittstärkste Ursache für Krankschreibungen, zeigen aber einen besonders starken Anstieg.
«Ein weiterer Anstieg beim Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen ist besorgniserregend», sagte der Landeschef der DAK-Gesundheit, Rainer Blasutto. «Die bayerischen Beschäftigten stehen in diesen Krieg- und Krisenzeiten weiterhin unter Druck. Arbeitgeber sollten Stress und mögliche Belastungen in den Fokus rücken und sich verstärkt mit Fragen der psychischen Gesundheit ihrer Belegschaft befassen.»