Die bundesweiten Honorarkürzungen für Psychotherapeutinnen und Therapeuten drohen die ohnehin schon angespannte Versorgungslage in Bayern weiter zu verschärfen. «Ich sehe die Entscheidung kritisch, denn es ist zu befürchten, dass sich diese Kürzung negativ auf die Patientenversorgung auswirken könnte», sagte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Der bayerische Jugendring (BJR) warnte insbesondere für Kinder und Jugendliche vor fatalen Folgen.
Der Erweiterte Bewertungsausschuss hatte beschlossen, die Honorare zum 1. April um 4,5 Prozent abzusenken. Zugleich werden Zuschläge für die Finanzierung von Personalkosten der Praxen rückwirkend zum 1. Januar um 14,5 Prozent erhöht. In Summe ergebe sich eine Senkung von 2,3 Prozent für dieses Jahr, erläuterte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).