Nach knapp einem halben Jahr hat Bayern eine erste Entscheidung über die Genehmigung eines Cannabis-Clubs getroffen - und eine erste Absage erteilt. «Bisher hat das LGL eine Erlaubnis versagt», sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen auf Anfrage, nachdem zuvor die «Süddeutsche Zeitung» berichtet hatte. 29 Anträge sind nach Angaben des Sprechers noch in der Prüfung. «Erlaubnisse für Anbauvereinigungen wurden bisher nicht erteilt.»
Der Cannabis Social Club CSC-Minga war mit der Absage selbst an die Öffentlichkeit gegangen, nannte die Entscheidung des LGL in einem offenen Brief «empörend und inakzeptabel».
Das Landesamt hatte als Begründung für die Absage auf die Satzung des Vereins verwiesen. Darin stand, dass sich nicht jedes Vereinsmitglied auch tatsächlich aktiv am Anbau beteiligen müsse, sondern alternativ beispielsweise auch bei Social-Media-Aktivitäten helfen könne.