Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat zum Beginn einer frühen Zeckensaison zur Impfung gegen die von den Tieren übertragbare Hirnhautentzündung geraten. «Aufgrund des milden Winters sind Zecken bereits jetzt aktiv», sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch laut Mitteilung. Auch in Bayern habe es bereits die ersten Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME gegeben.
Seit Jahresbeginn seien dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) fünf FSME-Fälle gemeldet worden, zwei mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, sagte Gerlach weiter. FSME sei eine ernst zunehmende Erkrankung mit Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark.
«Die FSME-Impfquoten in Bayern sind insgesamt verbesserungswürdig. So besitzen lediglich gut ein Fünftel der Erwachsenen einen aktuellen FSME-Impfschutz», sagte Gerlach. Auch Kinder seien gefährdet. In Bayern seien nur knapp 37 Prozent der Schulanfängerinnen und Schulanfänger geimpft.
Um für die diesjährige Saison einen wirksamen Schutz aufbauen zu können, sollten ungeimpfte Menschen möglichst jetzt mit der Impfserie beginnen, mahnte die Ministerin. Frühestens nach der zweiten Impfung besteht ein - zeitlich begrenzter - Schutz. Für einen kompletten Schutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres notwendig.