CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat das Wirken von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg massiv kritisiert. Der Schaden für die gesamte Wirtschaft sei riesig - ein substanzieller Fortschritt durch Trumps Eingreifen nicht in Sicht, sagte er beim Ludwig-Erhard-Gipfel in Gmund am Tegernsee. «Das erste Ziel ist jetzt, die Straße von Hormus wieder freizubekommen. Ja, dann ist man da, wo man vor dem Krieg war. Die war seit Jahrzehnten frei», betonte der ehemalige CDU-Chef. Wenn das der erste große Erfolg sei, dann sei «das alles ein Flop gewesen».
Laschet: Europa muss diplomatisch mit Russland reden
Für Deutschland und Europa bedeute diese amerikanische Politik vor allem eines: Man müsse über europäische Souveränität reden. Aus Sicht von Laschet heißt das, militärisch stark zu sein. Und - mit Blick auf die Ukraine - müsse man in Form einer europäischen Initiative «aber trotzdem diplomatisch auch mit Russland reden. Anders wird Europa keine Rolle spielen». Dies sei weniger eine Aufgabe für einen Bundeskanzler, eher brauche es einen europäischen Beauftragten, «der sich auch nicht gleich mit Putin treffen muss, sondern vielleicht eine andere Ebene». Ohne Gespräche werde sich der Krieg nicht lösen lassen.
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