«Holy Shit - Let us dance!» Pünktlich zur Karwoche wird wieder Kritik am Tanzverbot für Stille Tage laut. Warum sollen denn diejenigen sich ruhig verhalten müssen, die an Gott nicht glauben und auch nicht an den Gottessohn am Kreuz?
Das fragt sich auch Assunta Tammelleo, Vorsitzende des religionskritischen Bundes für Geistesfreiheit (bfg) München. «Das ist doch hanebüchen», sagt sie und zitiert Zahlen, wonach nur noch 24,7 Prozent der Münchner der katholischen Kirche angehören und 9 Prozent der evangelischen.
Zwei Drittel der Bewohner der Landeshauptstadt haben mit der Kirche also demnach - zumindest auf dem Papier - wohl nicht (mehr) viel am Hut. Vor Ostern, wenn endlich mal viele frei haben, dürfen sie aber trotzdem nicht tanzen.
Aus Protest gegen diese Regelung und zur Forderung nach einer Trennung von Kirche und Staat hat der bfg nun aufgerufen zu einer Demonstration an Gründonnerstag unter dem oben genannten Motto «Holy Shit - Let us dance!» und außerdem zum Protest-Tanzen in Clubs in München, Nürnberg und Regensburg.