T-Shirts und kurze Hosen im Tal, die ersten Wagemutigen in den Seen - doch weiter oben in den Bergen herrschen teils noch winterliche Verhältnisse. «In höheren Lagen des bayerischen Alpenraums liegt auch jetzt im Mai noch viel Schnee», teilte die Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) am Freitag mit. «Daher muss insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung, Regen und Erwärmung weiterhin mit nassen Lawinen gerechnet werden.» Sie könnten vor allem an besonders steilen Stellen bis in tiefe, schneefreie Lagen vordringen und auf Bergwanderwegen gefährlich werden.
Die Lawinenexperten mahnen, über der eigenen Route liegende Schneefelder zu beachten. Für Bergwanderer bestehe zudem auf verharschten und harten Schneeflächen Absturzgefahr. Immer wieder kommt es im Frühjahr zu Bergunfällen, weil Menschen ungenügend ausgerüstet im noch winterlichen Gelände unterwegs sind.
Der Winter hatte sich unstet gezeigt. Er war Ende November mit massiven Schneefällen gestartet, im Hochwinter gab es dann rekordverdächtig milde Temperaturen - ehe Ende April zumindest weiter oben noch einmal ein Meter Neuschnee fiel.