Es sah nicht schlecht aus, meinte auch der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter: Doch der Vorversuch zur Wiederbelebung der legendären Surfwelle vor zwei Tagen hat doch nicht das ersehnte Ergebnis gebracht. Die Aktion unter Leitung von Professor Robert Meier-Staude habe gezeigt, dass weitere Vorversuche notwendig seien, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Reiter, dem Surf Club München und der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM). Erst dann könne fundiert beurteilt werden, unter welchen Bedingungen und mit welchen Maßnahmen die Welle am besten wiederhergestellt werden könne.
Versuch mit Brett
Die weltberühmte Eisbachwelle am Haus der Kunst war verschwunden, nachdem das Bachbett im Oktober von Unrat und Ablagerungen bereinigt worden war. Seitdem baute sie sich nicht mehr auf.
Auf einem Video des Versuchs vom Mittwoch, das Reiter auf Instagram gepostet hatte, war zu sehen, wie Surfer eine brettartige Vorrichtung an Seilen zu Wasser lassen und sich dort eine kleine Welle aufbaut.
Nur für Geübte
Das Verschwinden hatte für große Diskussionen und Ärger gesorgt, ist der Surfspot doch bei Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt berühmt. Über Weihnachten war sie vorübergehend zurück, nachdem illegal eine Rampe eingesetzt worden war. Aus Sicherheitsgründen wurde die Vorrichtung wieder entfernt.
Die Welle ist allerdings nur für geübte Sportlerinnen und Sportler geeignet, darauf hatte die Stadt immer wieder hingewiesen. Einen Schock hatte der Tod einer erfahrenen Surferin im vergangenen April ausgelöst. Die Frau war damals schwer verunglückt und dann im Krankenhaus gestorben. Die Welle wurde daraufhin gesperrt und unter verschärften Sicherheitsauflagen wieder freigegeben.
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