Fast eineinhalb Jahre nach der großen Hochschulreform in Bayern gibt es erneut Forderungen zur Abschaffung von jeglichen Studiengebühren für Studierende, die nicht aus der Europäischen Union kommen. «Internationale Studierende, die oft nur begrenzte finanzielle Mittel haben, stehen unter enormem Druck», teilte Nils Weber, Sprecher des Bayerischen Landessstudierendenrats am Montag mit. Die instabilen globalen Entwicklungen zeigten deutlich, dass Studiengebühren keine zuverlässige Finanzierungsquelle seien. «Diese Gebühren riskieren, qualifizierte Talente abzuschrecken, was den Fachkräftemangel weiter verschärfen würde.»
Zahlreiche internationale Studierende, die nach Abschluss ihres Studiums im Land blieben, leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes, hieß es weiter. Daher forderte der Landesstudierendenrat erneut die sofortige Abschaffung der Gebühren an bayerischen Hochschulen. «Diese Gebühren widersprechen dem Prinzip der Chancengleichheit und belasten internationale Studierende unverhältnismäßig.» Der Freistaat müsse vielmehr einen umfassenden Finanzierungsplan entwickeln, der Studiengebühren obsolet und die Hochschulbildung für alle zugänglich mache.