Die Kinder der Grundschule im oberfränkischen Kasendorf sollen in den kommenden Monaten in einem Schwimmcontainer direkt vor der Schule Schwimmunterricht bekommen. «Der Weg ins nächste Schwimmbad ist sehr weit», sagt Kasendorfs Bürgermeister Norbert Groß. Die Kinder müssten mit dem Bus erst nach Kulmbach fahren. Eine so kleine Kommune wie Kasendorf könne sich kein eigenes Bad leisten. Der Container sei deshalb «eine tolle Geschichte». Denn: «Schwimmen lernen ist extrem wichtig.» Nach den Osterferien soll es dort losgehen.
Der Bedarf an Schwimmunterricht sei sehr groß, schildert Schulleiterin Andrea Gust. Etwa 50 Prozent der 100 Schülerinnen und Schüler könnten nicht oder nur schlecht schwimmen, habe eine Befragung vor Weihnachten ergeben. Im Schwimmcontainer sollen sie in Kleingruppen bis zum Sommer fit fürs «Seepferdchen», dem offiziellen ersten Schwimmabzeichen, gemacht werden. Die Prüfung werden sie dann im Freibad im Nachbarort Thurnau ablegen.